Heilfasten

Anleitung zum Heilfasten

Die positive Wirkung auf unsere Psyche habe ich im letzten Post bereits beschrieben. Aber auch auf unseren Körper hat Heilfasten eine enorme Wirkung. Bei Gesunden wird es zur Prävention von Krankheiten eingesetzt. Mittlerweile gibt es immer mehr Studien, die nahelegen, dass sich Heilfasten auch positiv auf Erkrankungen wie Schuppenflechte, Diabetes, Schmerzsyndrom, Rheuma, Migräne, Schlafstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Reizdarm und sogar manche Krebserkrankungen auswirkt. Cholesterinwerte können sich verbessern, die Serotonin-Konzentration im Blut steigt, was zu erhöhtem Wohlbefinden führt, Entzündungsreaktionen im Körper werden gehemmt und unser Immunsystem gestärkt.

Das Ziel beim Heilfasten ist die Reinigung des Körpers. Giftstoffe, die sich infolge unseres Lebensstils angesammelt habe, sollen freigesetzt und ausgeschieden werden. Eine Gewichtsreduktion ist nur ein Nebeneffekt. Besonders in den ersten Fasten-Tagen wird hauptsächlich Wasser ausgeschieden. Erst nach einigen Tagen wird der Stoffwechsel umgestellt und auch Fett wird verbrannt. Wenn du nach dem Fasten wieder direkt zu deinen alten Gewohnheiten zurückkehrst sind die Kilos auch schnell wieder drauf, vermutlich sogar noch mehr als vorher. Heilfasten kann ein guter Start für eine Ernährungsumstellung sein.

Wichtig: Nicht jeder sollte fasten! Alle, die chronische Vorerkrankungen haben, sollten das Heilfasten unbedingt vorher medizinisch abklären lassen. Schwangere, Stillende und Menschen mit Essstörungen sollten aufs Fasten verzichten.

Das Wichtigste beim Fasten auf einen Blick:
  • 1–2 Entlastungstage (Obst; Haferflocken; Reis)
  • optionale Darmreinigung (Vorabend vor Fastenbeginn)
  • Gesunde fasten 5–7 Tage
  • Während der Fastentage 250-400 kcal (Obst- und Gemüsesäfte – ein Glas morgens & Abends, Mittags eine durchgesiebte Gemüsebrühe)
  • Täglich 2-3 L Flüssigkeit (stilles Wasser & Kräutertee)
  • Fastenbrechen (geriebenen Apfel/gekochtes Gemüse)
  • 2 Aufbautage (kleinen Portionen & leichte Kost)

Zur gesundheitlichen Prävention solltest du 2x im Jahr fasten

Hier noch die genaue Anleitung:

1) Planung & Vorbereitung
  • Wann hast du entspannt Zeit zum Fasten?
  • Stehen wichtige Termine an?
  • Sind irgendwelche Feiern oder Geburtstage geplant?

Markiere dir einen Zeitraum von 9-11 Tagen an denen du genügend Zeit und Ruhe hast um entspannt zu Fasten.

Du musst dir nicht unbedingt frei nehmen. Wichtig ist nur, dass du genügend Zeit zum ausruhen und entspannen hast.

  • Schreibe dir eine Einkaufsliste
  • Besorge alles, was du für deine Fastentage benötigst
  • stelle dich mental bereits aufs Fasten ein
2) Entlastungstage

Es wird empfohlen vor dem eigentlichen Fasten 1-2 Tage die Darmtätigkeit bereits mit leichter Kost und kleinen Portionen zu schonen.

Hier solltest du bereits auf Kaffee und Alkohol verzichten

  • Reistag: 3 Portionen Reis (ca. 50g) mit gedünstetem Gemüse oder morgens mit ungesüßtem Kompott
  • Hafertag: Haferflocken kurz in Wasser aufkochen (3x ca. 35g) mit gedünstetem Obst oder Gemüse
  • Obsttag: frisches Obst (1,5-2kg) über den Tag verteilt
3) Darmreinigung

Es ist unklar, ob eine Darmreinigung zu Beginn des Fastens notwendig und sinnvoll ist oder nicht.

Für viele gehört eine Darmreinigung mit Glauber- oder Bittersalz zum Ritual dazu.

Während des Fastens nimmt die Darmtätigkeit ab. Der Stuhldrang nimmt ab und der Nahrungsbrei verbleibt im Darm. Viele berichten auch, dass der Hungerreiz bei leerem Darm geringer ist.

4) Fasten

Gesunden werden 5-7 Tagen Fasten empfohlen

  • Energieloch: zu Beginn des Fastens wirst du dich vermutlich schlapp und müde fühlen. Das ist völlig normal. Jetzt heißt es durchhalten
  • Energieboost: Ab dem dritten Tag kommt in der Regel ein Hochgefühl. Ab jetzt fällt dir das Fasten nicht mehr schwer

Während des Fastens ist nur flüssige Nahrung erlaubt. Um den Stoffwechsel umzustellen dürfen maximal 500 kcal aufgenommen werden

Erlaubt sind:

  • ungesüßte Kräutertees
  • stilles Wasser (2-3 Liter)
  • durchgesiebte Gemüsebrühe (selbst zubereitet)
  • morgens und Abends ein Glas Obst- oder Gemüsesaft
5) Fastenbrechen & Aufbautage

Du hast die Zeit des Verzichts geschafft! Jetzt bloß nicht der Gier verfallen.

Breche das Fasten mit einem geriebenem Apfel oder einer gekochten Kartoffel.

Auch wenn es dir schwer fällt, solltest du noch 1-2 Tage auf fettiges Essen wie Braten oder Pizza verzichten. Dein Darm wird es dir danken, er muss nach der Ruhephase erst wieder in Schwung kommen.

Gewöhne ihn mit kleinen Portionen und leichtem Essen wieder an seine Verdauungstätigkeit.

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